Einleitung: Warum Amazons neue Erstattungspolitik wichtig ist
Für Amazon-Verkäufer ist die Verwaltung von Erstattungen seit jeher ein entscheidender Faktor für die Aufrechterhaltung der Profitabilität. Mit der neuen FBA-Rückerstattungsrichtlinie, die am 10. März 2025 in Kraft tritt, ändert sich das finanzielle Umfeld für Verkäufer jedoch erheblich.
Bisher hat Amazon bei verlorener oder beschädigter Ware einen Erstattungsbetrag basierend auf dem Verkaufspreis des Artikels gezahlt. Nach der neuen Richtlinie wird die Erstattung nur noch auf Grundlage der Herstellkosten berechnet, wobei Versandgebühren, Handhabungskosten, Zollgebühren und andere verbundene Ausgaben ausgeschlossen sind. Diese Änderung verringert den Betrag, den Verkäufer bei Inventarproblemen erhalten, erheblich.
Abgesehen von den verringerten Erstattungsbeträgen verschärft Amazon die Dokumentationsanforderungen und verkürzt die Frist für die Einreichung von Ansprüchen. Verkäufer müssen nun ihr Inventar präzise nachverfolgen, detaillierte Kaufnachweise liefern und schnell reagieren, um finanzielle Verluste zu vermeiden.
In diesem Artikel beleuchten wir die wichtigsten Änderungen bei Amazons Erstattungspolitik, die möglichen Auswirkungen auf verschiedene Verkäufertypen sowie praktische Strategien, um Verluste zu minimieren. Außerdem zeigen wir, wie die leistungsstarken Tools von SellerMagnet Verkäufern helfen können, ihre Preisgestaltung, ihren Lagerbestand und ihre allgemeine Geschäftsleistung zu optimieren und so den neuen Herausforderungen zuvorzukommen.
Was ändert sich an Amazons FBA-Rückerstattungsrichtlinie?
Die wichtigste Neuerung ist Amazons neue Methode zur Berechnung der Erstattung. Bisher konnte bei Verlust oder Beschädigung eines Artikels in einem FBA-Lager eine Erstattung in der Nähe des Verkaufspreises abzüglich etwaiger Gebühren erwartet werden. Mit dem neuen System erstattet Amazon den Verkäufern nur die Herstellkosten, sodass Verkäufer nur einen Bruchteil ihres potenziellen Umsatzes zurückerhalten.
Eine weitere wesentliche Änderung betrifft die Anforderungen an die Dokumentation. Amazon verlangt nun von Verkäufern, detaillierte Rechnungen, Kaufbelege und Versandnachweise für jeden Erstattungsantrag einzureichen. Werden vollständige und korrekte Unterlagen nicht bereitgestellt, können Ansprüche abgelehnt oder verzögert werden, was zu zusätzlichen finanziellen Einbußen führen kann.
Zudem hat Amazon die Fristen für die Einreichung von Ansprüchen deutlich verkürzt. Bis zum 23. Oktober 2024 hatten Verkäufer 18 Monate Zeit, Erstattungsansprüche für verlorene oder beschädigte Ware geltend zu machen. Unter der neuen Richtlinie gilt nun Folgendes:
- Ansprüche für verlorene oder beschädigte Ware in Fulfillment-Centern müssen innerhalb von 60 Tagen eingereicht werden.
- FBA-Retourenansprüche müssen zwischen 60 und 120 Tagen nach der Erstattung oder dem Ersatz eingereicht werden.
- Entfernungsansprüche für auf dem Transportweg verlorene Artikel müssen innerhalb von 15 bis 75 Tagen ab Erstellung des Versands eingereicht werden.
- Alle anderen Entfernungsansprüche sind innerhalb von 60 Tagen nach Zustellung der Sendung zu stellen.
Diese neuen Zeitrahmen erhöhen den Druck auf Verkäufer, ihren Lagerbestand genau zu kontrollieren, regelmäßig Transaktionen zu prüfen und schnell zu reagieren, wenn Unstimmigkeiten auftreten.
Wie Verkäufer sich auf diese Änderungen einstellen können
Um die Auswirkungen dieser neuen Richtlinien abzufedern, sollten Verkäufer eine proaktive Herangehensweise an Lagerverwaltung, Preisstrategien und Dokumentationsprozesse verfolgen.
1. Verbesserte Lagerüberwachung und Audits
Da Amazon die Zeit für die Einreichung von Ansprüchen begrenzt, ist frühes Erkennen von Verlusten oder Beschädigungen entscheidend. Eine streng durchgeführte Inventur ermöglicht es Verkäufern, Probleme in Echtzeit zu entdecken und Erstattungsanträge rechtzeitig zu stellen.
- Barcode-Scanning oder RFID-Tracking nutzen, um Warenbewegungen zu überwachen.
- Häufige Bestandsprüfungen durchführen, um sicherzustellen, dass die Lagerbestände mit den Fulfillment-Berichten von Amazon übereinstimmen.
- Transaktionsprotokolle aktuell halten, um Abweichungen sofort zu erkennen.
2. Ein gut organisiertes Dokumentationssystem führen
Die strengeren Erstattungsregeln von Amazon bedeuten, dass korrekte und leicht zugängliche Dokumentation für die Genehmigung von Ansprüchen unerlässlich ist. Verkäufer müssen sicherstellen, zeitgestempelte Nachweise für Warenbewegungen und Finanztransaktionen vorweisen zu können, um Amazons Anforderungen zu erfüllen.
- Rechnungen, Bestell- und Versandbelege digital speichern, um schnell darauf zugreifen zu können.
- Cloudbasierte Tools zur Protokollierung nutzen, um den Dokumentationsprozess zu vereinfachen.
- Darauf achten, dass alle Lieferantenrechnungen eine klare Kostenaufstellung enthalten, um Ablehnungen zu vermeiden.
3. Preisstrategien anpassen, um Verluste auszugleichen
Da Amazon künftig nur noch die Herstellkosten erstattet, müssen Verkäufer beim Festlegen ihrer Produktpreise mögliche Verluste einplanen. Eine Anpassung der Preisstrategien kann helfen, die Gewinnmarge auszugleichen und potenzielle Engpässe im Bestand einzukalkulieren.
- Leichtes Anheben des Preises für Produkte, die einem hohen Risiko unterliegen, um die verringerten Erstattungsbeträge aufzufangen.
- Verhandlung besserer Konditionen mit den Lieferanten, etwa durch Rabatte beim Großeinkauf oder längere Zahlungsfristen, um die Kosten zu senken.
- Analyse der Rentabilität pro SKU, um sich bei Werbeausgaben auf die profitabelsten Produkte zu konzentrieren.
4. Vertriebskanäle diversifizieren, um die Abhängigkeit von Amazon zu verringern
Da Amazon es schwieriger macht, verlorene Lagerkosten wieder hereinzuholen, sollten Verkäufer in Betracht ziehen, über FBA hinaus zu expandieren, um Risiken zu minimieren.
- Einen eigenen Online-Shop mit Shopify oder WooCommerce aufbauen.
- Alternative Fulfillment-Optionen wie Walmart Fulfillment Services (WFS) oder Drittanbieter-Logistiker (3PL) prüfen.
- Amazon FBM (Fulfilled by Merchant) für Produkte mit geringerer Marge nutzen, die einem höheren finanziellen Risiko ausgesetzt sind.
Wie SellerMagnet Verkäufern einen Wettbewerbsvorteil verschafft
Während Amazon die Erstattungsrichtlinien weiter verschärft, bietet SellerMagnet entscheidende Tools, um Verkäufern zu helfen, ihre Margen zu schützen und ihre Abläufe zu optimieren.
Profit Dashboard: Finanzielle Einblicke in Echtzeit
Ein genaues Verständnis deiner Rentabilität ist wichtiger denn je. Das Profit Dashboard liefert Echtzeit-Einblicke in Umsätze, Kosten und Nettomargen, sodass Verkäufer finanzielle Risiken erkennen können, bevor sie zu großen Problemen werden.
Listing Optimizer: Maximierung des Verkaufspotenzials
Da Amazon bei verlorenem Lagerbestand künftig weniger erstattet, ist es für Verkäufer entscheidend, die Conversion-Rate jedes verfügbaren Produkts zu maximieren. Der Listing Optimizer verbessert Produktseiten durch optimierte Titel, Beschreibungen und Keywords, steigert die Sichtbarkeit und erhöht die Conversion-Rate.
Repricer: Wettbewerbsfähige Preise beibehalten
Angesichts der Notwendigkeit, Preisstrategien zu justieren, stellt SellerMagnets Repricer sicher, dass Preise wettbewerbsfähig bleiben, ohne dabei die Gewinnmarge zu gefährden. Dieses Tool passt Preise automatisch an Marktveränderungen an, sodass Verkäufer auch ohne manuelle Eingriffe immer am Ball bleiben.
Review Requester: Stärkung der Markenreputation
Unter den neuen, strengeren Richtlinien ist das Vertrauen der Kunden umso wichtiger. Review Requester automatisiert das Einsammeln positiver Bewertungen, verbessert das Ranking deiner Produkte und steigert das Vertrauen der Verbraucher.
Fazit: Vorbereitung auf die Zukunft von Amazons Erstattungen
Die Änderungen in Amazons Erstattungspolitik im Jahr 2025 erschweren es Verkäufern, verlorene Einnahmen wieder auszugleichen. Dennoch können proaktive Strategien dabei helfen, die Auswirkungen zu minimieren. Strengere Inventarkontrolle, bessere Dokumentationsverfahren, optimierte Preisgestaltung und diversifizierte Vertriebskanäle werden entscheidend sein, um rentabel zu bleiben.
Die Tools von SellerMagnet liefern unverzichtbare Einblicke und Automatisierung, damit Verkäufer diesen Herausforderungen erfolgreich begegnen können. Von finanziellem Monitoring bis hin zu Preisoptimierung und Listing-Verbesserungen – diese Lösungen ermöglichen es Verkäufern, den sich ändernden Richtlinien von Amazon stets einen Schritt voraus zu sein und gleichzeitig ihr Umsatzpotenzial zu maximieren.
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